Welcher Hund soll es sein?

Dem Hundewunsch steht nichts im Weg

Aber welche Rasse soll es sein?

- Rassehund

- Mischling

Temperamentvoll oder lieber etwas ruhiger

- Groß- Klein

- Rüde- Hündin

- Lang- Kurz- Rauhaarig

- Welpe oder erwachsener Hund

Rassehunde

- Haben den Vorteil, dass man eine einigermaßen feste Vorstellung hat, welche Eigenschaften der Hund hat

- Nicht nur was Größe und Fell betrifft, sondern jede Hunderasse hat ihre Charaktereigenschaften und spezielle Anlagen

- Rassestandards sind festgelegt, an die sich der Züchter halten muss.

- Man kann sich grundsätzlich bei Rassehunden über Eigenschaften informieren

- Dies sollten Sie unbedingt tun und den Hund nicht nur nach dem äußeren Erscheinungsbild aussuchen

- So wird die Anschaffung eines Rassehundes nicht zu einem Lotteriespiel.

- Informieren Sie sich aber auch vorher, über rassebedingte Krankheiten

- Lässt der Züchter diese testen

Rassehunde in der FCI-Gruppe

- Rassehunde haben einen ursprünglichen "Verwendungszweck" !

FCI = Fédération Cynoligique Internationale, ist der größte kynologische Dachverband, dem der VDH unterstellt ist

- Der VDH hat alle Rassen in Gruppen unterteilt (Labrador-Retriever FCI Gruppe 08)

- Für viele Rassen müssen Arbeitsprüfungen im VDH abgelegt werden

-Durch die Gruppeneinteilung bekommen Sie einen Anhaltspunkt, welche Arbeit ihrem Hund sozusagen im "Blut" liegt und welche Art oder wie viel Beschäftigung Sie ihrem Hund als Alternative bieten sollen, um ihn Artgerecht auslasten zu können.

-Somit können viele Probleme im Vorfeld unterbunden werden.

Braucht mein Hund Papiere

Nicht unbedingt! ABER:

- Wenn ein Rassehund im Internet oder per Zeitung ohne Papiere für die Hälfte des üblichen Preises angeboten wird, sollte ich mir die Frage stellen, woran das liegt!

- Haben Elterntiere beim Zuchtverband keine Zuchtzulassung bekommen, vielleicht wegen HD oder ED oder anderen Erbkrankheiten?

- Durch Papiere lässt sich Inzucht ausschließen!

- Stimmen die Haltungsbedingungen beim Züchter?

Mischlinge

- Sind Kombinationen unterschiedlicher Rassen!

- Wenn man beide Elterntiere kennt und weiß welche Rassen sich darin verbergen, kann man oft Schlüsse auf Größe und Temperament ziehen!

- Schwierig wird es, wenn die Elterntiere selber schon Mischlinge waren.

- Erbkrankheiten verschiedener Rassen werden miteinander vermischt

- verschiedene Charaktereigenschaften stoßen aufeinander

Ob Rassehund oder Mischling

- Schauen Sie sich die Hunde genau an!

- Haltungsbedingungen (auch der Elterntiere) 

- Hunde die in isolierter Haltung aufwachsen, sind oft besonders scheu und ängstlich

- Achten Sie darauf, dass die Zuchtstätte sauber ist und die Tiere ALLE  einen gesunden Eindruck machen!!

Temperament

- Je temperamentvoller ein Hund ist, desto mehr Bewegung und Aufmerksamkeit braucht er!

- Andere haben einen ausgeprägten Schutztrieb oder brauchen viel Beschäftigung!

- Manche Hunde kann man auch mal für ein paar Stunden alleine lassen, während es bei manchen sehr aktiven Rassen; diesbezüglich zu Problemen kommen kann!

- Unbedingt sollte man einen Hund wählen, der zu mir passt!

-Für einen aktiven Menschen, ist der sportliche, aktive Hund besser geeignet, als ein Hund der lieber seine Ruhe hat.

Größe

- Welpen sind alle niedlich, aber bedenken Sie immer, wie groß der Hund wird, wenn er erwachsen ist

- Platz (auch im Auto), Bewegungsanspruch und ihr finanzielles Polster berücksichtigen

-Sind sie dem kräftemäßig gewachsen

Natürlich sollte ein gut erzogener Hund leicht zu führen sein

- Ein Terrier z.B. ist zwar körperlich klein, aber mental meist umso größer und eigenständiger, oft sind diese Hunde auch recht bellfreudig

- Diese Hunde sind extrem aktiv (Duracell-Modus, ADHS) und sind nicht unbedingt für ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern geeignet, sie brauchen viel Beschäftigung

- Der Dackel z.B ist ebenfalls sehr eigenständig und hat einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb, so gerne er auch auf dem Sofa liegt, er erfordert viel Erziehungsarbeit und Beschäftigung sonst gewöhnt er sich schnell Unarten an

Grundsätzlich

Will es gut überlegt sein

- ob man einen Hund anschafft und wenn ja, welchen Hund man anschafft

- holen Sie daher ihren Hund nicht aus einer Laune heraus und wenn es sich um einen Tierschutzhund handelt, auch nicht aus Mitleid, sondern aus Überzeugung!

- Eine Fehlentscheidung büßt meistens nicht der Mensch, sondern der Hund und der kann absolut nichts dafür!

- Aber sollten SIE eine falsche Entscheidung getroffen haben, ist es dennoch besser ein anderes geeignetes Zuhause zu suchen, als dauerhaft einen Hund zu halten, dem man nicht gerecht wird!!

Fellbeschaffenheit- Geschmacksache!!!

Bedenken Sie aber, dass lang und rauhaarige Hunde eine intensivere Fellpflege brauchen und bei schlechtem Wetter auch deutlich mehr Schmutz in die Wohnung bringen !

Rüde oder Hündin

Sind hauptsächlich biologischer Natur:

- Hündinnen werden in der Regel 2x im Jahr läufig

- Was die Beziehung zwischen Mensch und Hund angeht, sind bei Hündinnen und Rüden kaum Unterschiede im Sozialverhalten ersichtlich.

- Es gibt sowohl unter Hündinnen als auch unter Rüden wahre "Kampfschmuser", aber auch Tiere, die Frauchen und Herrchen als ihren "Besitz" ansehen oder keine Rauferei auslassen.

Auch im Hinblick auf unerwünschte Verhaltensweisen, stehen sich die Geschlechter in nichts nach.

Allerdings

- Für Rüden kann es Stress sein, wenn in der Nähe eine läufige Hündin ist

- Auch kommt es vor, wenn nicht alles gut gesichert ist, dass sich der Rüde schon mal alleine auf den Weg macht

- Mit einer läufigen Hündin unterwegs zu sein, kann gelegentlich zu einem Spießrutenlauf werden, vor und nach der Läufigkeit können Hündinnen ausgesprochen zickig sein

- In der Standhitze ist auch die Hündin von ihrem Sexualtrieb gesteuert und hält Ausschau nach Rüden

- wenn sie ungewollte Trächtigkeiten vermeiden wollen, kommen Sie in dieser Zeit nicht drum rum, ihre Hündin an die Leine zu nehmen und in einem Gebiet spazieren zu gehen, wo nicht so viele Hunde unterwegs sind!

- OB RÜDE ODER HÜNDIN, IST ALSO NUR EINE FRAGE IHRER PERSÖNLICHEN VORLIEBE!

BEIDE BRAUCHEN ERZIEHUNG!!!

Welpe oder erwachsener Hund

Vorteile eines Welpen:

- Wenn Sie sich in der Prägephase ganz besonders viel Zeit für ihren Hund nehmen, haben Sie gute Voraussetzungen, später einen Hund zu haben, der gut sozialisiert ist und mit anderen Hunden, Tieren, Menschen, Geräuschen, (Gewitter, Donner, Silvester, Staubsauger...) und Situationen (Stadt; Verkehr; Jogger; Fahrrad-und Mofafahrer, Tierarzt, Einkaufen, alleine Bleiben, Auto fahren, Besuch, Kinder...) gut zurecht kommen wird! 

Nachteile eines Welpen:

- Sehr Zeitintensiv

- Er ist noch nicht Stubenrein und muss noch sehr häufig raus

- Kann noch nicht lange alleine bleiben

- Fehler, die der Mensch macht, haben mehr Auswirkungen auf die Zukunft des Hundes

- Alles was der Welpe in der Prägephase erlebt, bleibt haften!

Wahl des Züchters

- Betreibt er seine Zucht mit Herz und Verstand?

- Das Wohlergehen seiner Hunde steht für ihn absolut an erster Stelle!

-Die Zucht dient nicht zu seinem Lebensunterhalt

- Die Welpen sollen Kontaktfreudig sein und weder Angst noch Aggressionen zeigen!

Selbstverständlich gilt dies auch für die Mutter der Welpen, die Sie ebenfalls PERSÖNLICH kennen lernen sollen!

-Sie dürfen sich in Ruhe umschauen und der Züchter beantwortet alle Fragen

-Die Hunde sollten im Idealfall mit im Haus leben

- Es ist selbstverständlich, dass die Welpen sich auch viel im Freien bewegen dürfen und so verschiedene Untergründe kennen lernen dürfen und mit verschiedenen Umweltreizen konfrontiert werden! (Geräusche, Spielgeräte, Wasserspiel etc.)

- Der Züchter sollte SIE ebenfalls unter die Lupe nehmen und gezielte Fragen stellen, weil er nach der Abgabe ein Interesse an dem Wohlergehen seiner Welpen hat!

Erwachsene Hunde

Vorteile:

- Sind meist schon Stubenrein

- Oft verfügen sie schon über einen Grundgehorsam

Nachteile:

- Sie haben eine Vorgeschichte die evtl. auch negativ sein kann

-Hat der Hund schlechte Erfahrungen gemacht, kann es unter Umständen mehr Zeit kosten, als bei einem Welpen

Aus privater Hand:

- Oft wegen Krankheit oder Tot des Besitzers

Vorteile:

Hier ist in der Regel die Vorgeschichte des Hundes bekannt

Ein Hund aus dem Tierheim:

- Auch hier KÖNNEN Sie den passenden Hund finden

- Das Tierheimpersonal kann Ihnen meistens Auskunft über das Wesen des Hundes geben

- Sie haben meist die Möglichkeit mit dem Hund spazieren zu gehen und ihn näher kennenzulernen

Nachteil:

- Auch hier wissen Sie nicht, was der Hund bereits erlebt hat, die kleinste Situation kann ihm zum explodieren bringen

- Sie wissen nicht, wo er her kommt

Rassehunde in Not:

- Viele Rassehundevereine haben ebenfalls eine Organisation für in Not geratene Tiere

- Hier handelt es sich meist um Hunde, die durch Krankheit oder Tot des Besitzers in Not geraten sind

Zweithund

Vorteile:

der Hund ist nicht alleine, wenn Sie mehrere Stunden außer Haus sind

- Kontakt zu Artgenossen ist gesichert

- Doppelte bedingungslose LIEBE und DANKBARKEIT!

Zwei Hunde gleich doppelte Freude?!

- Kann sein, aber nicht immer!

- Nur wenn sich die Hunde untereinander verstehen, ansonsten ist es für alle beteiligten Dauerstress und Stress macht bekanntlich auf Dauer unzufrieden und krank!

Nachteile:

- Doppelte Erziehungsarbeit

- Hunde lernen durch Nachahmung, meist aber die Dinge, die sie nicht sollen ;)

- Sie müssen sicherstellen, dass sie beiden Hunden gerecht werden

- Der zweite Hund ersetzt keinesfalls den Kontakt zu Ihnen!!

- Sie brauchen mehr Zeit, auch für die Fellpflege

- Zwei Hunde bedeuten doppelte Kosten

- Es ist aufjedenfall besser, zu warten bis der erste Hund aus dem Gröbsten raus ist und einen Grundgehorsam hat !